Zum ersten Mal arbeitet Marc Westermann vor diesem akustischen Hintergrund. ?Ich glaube, er h?rt das gar nicht?, meint Elke Wienen vom Organisationsteam des Festivals. Sie hat daf?r gesorgt, dass diese Kombination von Musik und Livemalerei in den Kennedypark kam. Und tats?chlich malt Marc Westermann, bekannt auch als ?pinx.?, in h?chster Konzentration, kniet vor seinem Bild nieder, um ganz unten die letzten Striche anzubringen, betrachtet es aus einiger Entfernung und setzt seine Arbeit dann weiter fort. Hat sein Bild den gew?nschten Status erreicht, macht er sich auf den Weg zum n?chsten.
Kiel – Ocean Summit
Große Vielfalt an Rhythmen und Sounds
Guts Pie Earshot mit Cello und Schlagzeug auf der Bühne
im Kennedypark.
Neue Spielorte für ausgefallene Ideen finden: Gerade das charakterisiert laut Festivalleiter Rick Takvorian das Kulturfestival „across the borders“ in besonderem Maße. Im Kennedypark fand das Festival am Samstag mit einer Synthese aus „Livemusik und Livemalerei“ einen geeigneten Rahmen.
Vor der Bühne folgt das Publikum zum Teil wie in Trance den zwei Musikern von „Guts Pie Earshot“: Ein Cellist und ein Schlagzeuger produzieren eine unglaubliche Vielfalt an Rhythmen und Sounds. Dabei kommen von Techno über Punk bis Metal alle Fans auf ihre Kosten. Und auch für leise Töne ist gelegentlich gesorgt.
Zum ersten Mal arbeitet Marc Westermann vor diesem akustischen Hintergrund. „Ich glaube, er hört das gar nicht“, meint Elke Wienen vom Organisationsteam des Festivals. Sie hat dafür gesorgt, dass diese Kombination von Musik und Livemalerei in den Kennedypark kam. Und tatsächlich malt Marc Westermann, bekannt auch als „pinx.“, in höchster Konzentration, kniet vor seinem Bild nieder, um ganz unten die letzten Striche anzubringen, betrachtet es aus einiger Entfernung und setzt seine Arbeit dann weiter fort. Hat sein Bild den gewünschten Status erreicht, macht er sich auf den Weg zum nächsten.
Die großen Leinwände sind nummeriert, über jeder einzelnen hängen drei Strahler, die dem Künstler erlauben, auch in der Dunkelheit zu arbeiten. Eine Palette mit Farben steht jeweils bereit, ebenso wie Pinsel in unterschiedlichen Formen und Größen. Gerade widmet sich der Künstler einem Bild mit geometrischen Formen auf schwarzem Hintergrund.
Aus zwei verloren wirkenden weißen Strichen wird nun ein Würfel, der dann so etwas wie ein Objektiv bekommt. Daneben entsteht eine rechteckige Fläche. Vor den Augen der Zuschauer wachsen immer wieder neue Formen und Farben. 35 Bilder malt der Künstler im Laufe des Abends auf die acht Leinwände. Zum Teil überstreicht er dabei fertige Arbeiten und fängt wieder von vorne an, bei anderen integriert er das Vorherige ins Neue.
Mit der Stimmung im gut besuchten Kennedypark ist Rick Takvorian mehr als zufrieden. Genauso hat er sich das vorgestellt. „Ohne die großartige Hilfe der Nadelfabrik wäre das hier aber gar nicht möglich gewesen“, meint er. Auch Walter Köth, Leiter der Nadelfabrik, ist von der Zusammenarbeit begeistert. „Das Festival gefällt mir sehr gut“, sagt er. „Es setzt neue Impulse und bringt neue Leute in den Park.“
Heidi Eschweiler und ihre Tochter mit Freundin können das nur bestätigen. Sie seien schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr im Kennedypark gewesen, meinen sie. „Der Besuch hat sich gelohnt“, darin sind sich die drei einig. Und wie alle anderen Besucher auch genießen sie dieses ungewöhnliche Kulturangebot in vollen Zügen. Und schauen dabei auch immer mal wieder in den Himmel.
Eigentlich sieht es gar nicht nach Regen aus, aber dann findet das Festival um kurz vor 23 Uhr mit einem starken Regenguss doch noch ein vorzeitiges Ende. Die Bilder des Malers sind da aber schon so gut wie vollendet, obwohl er selber meint, dass das „Beste eigentlich noch gekommen wäre“.
Da hat ihm das Wetter nun definitiv einen Strich durch die Rechnung gemacht – wie allen anderen Festivalbesuchern auch. Die waren aber offensichtlich auch schon sehr zufrieden mit dem, was sie bis dato gesehen haben.n>
Alle Daten zum Event
Wo? Wann? Was?
Datum: Samstag, 05. August 2017
Uhrzeit: ab 20 Uhr
Ort: Im Kennedypark, Elsassstraße
Eintritt: frei
Barrierefreiheit: barrierefrei
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